Kommunikation
im Stadtbild
Außenmedien sind Teil des Stadtbilds. Sie stehen an Straßen, Plätzen und Verkehrsknotenpunkten und begleiten den Alltag der Menschen. Als Medien im öffentlichen Raum machen sie Kommunikation sichtbar – für wirtschaftliche Angebote ebenso wie für kulturelle Hinweise und gesellschaftliche Themen.
In einer Stadt wie Berlin, die von Bewegung, Vielfalt und Kreativität geprägt ist, erfüllen Außenmedien eine besondere Funktion. Sie erreichen Menschen, schaffen Aufmerksamkeit im urbanen Raum und tragen dazu bei, dass Informationen, Ideen und Impulse dort ankommen, wo Stadt stattfindet.
7 Fakten zu Außenmedien
Außenmedien stützen Demokratie, Pluralismus und Informationsfreiheit
Digitale Außenmedien sind eines der letzten frei zugänglichen Massenmedien ohne Paywall oder algorithmische Filter. Sie ermöglichen allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu lokalen Informationen im öffentlichen Raum. Sie sichern Informationsfreiheit jenseits der US-amerikanischen Social-Media-Konzerne (Google, Facebook, Instagram, X) und sind somit essenziell für Meinungsvielfalt und demokratische Teilhabe.
NGOs und Kulturschaffende haben enge Budgets, die kaum für breite Kampagnen reichen. Digitale Werbeflächen sind eine kostengünstige, oft kostenfreie, Möglichkeit, Sichtbarkeit zu schaffen. Der Druck von Plakaten ist ein Vielfaches teurer und nur schwer zu finanzieren.
Außenmedien stärken die regionale Wirtschaft
Rund 80 % der Außenwerbung werden von regionalen und lokalen Anbietern genutzt. Mehr als 60 % der Wertschöpfung entfallen auf die Region Berlin.
Der Nettoumsatz der Außenwerbung in Berlin beträgt mindestens 251 Mio. Euro. Über 80 % – dieser Umsätze – also 201 Mio. Euro – würden wegfallen und sich auf internationale Digitalplattformen verlagern, wenn digitale Außenmedien verboten werden. Der wirtschaftliche Schaden für Agenturen, Kreativwirtschaft und Zulieferer würde 50–75 Mio. Euro jährlich.
Ein weiterer Effekt eines Verbots: 2.500 private Grundstückseigentümer würden Einnahmeverluste im zweistelligen Millionenbereich erleiden. Die potenziellen Schadensersatzansprüche gegen das Land Berlin könnten bis zu 56 Mio. Euro pro Jahr betragen.
Außenmedien nutzen der Gemeinschaft
Außenwerbung finanziert Stadtmobiliar, Haltestellen, öffentliche Toiletten, Kulturprojekte, Vereine und soziale Kampagnen. Bei einem Verbot müssten diese Leistungen aus dem Landeshaushalt bezahlt oder gekürzt werden. Die Refinanzierung der BVG wäre stark bedroht. Die Fahrkartenpreise müssten erhöht und das Leistungsangebot zusammengestrichen werden
Außerdem ermöglichen digitale Screens vielfältige Bürgerdienste (Verkehrsmanagement, Veranstaltungsinformationen, Wahlinformationen), Partizipation und inklusive Kommunikation.
Digitale Außenmedien unterstützen mit hoher Kapazität und Flexibilität zahlreiche soziale und gemeinnützige Anliegen – on-the-fly am selben Tag möglich. Analoge Plakate sind nicht nur teurer, sondern auch weniger flexibel.
Außenmedien fördern Kreativität und Kultur
Ein Verbot digitaler Außenwerbung trifft nicht in erster Linie große Konzerne, sondern vor allem lokale und regionale Kulturinstitutionen, Festivals, Museen, die Freie Szene, Sozialverbände, Wohlfahrtsorganisationen und Vereine. Konzerne können einfach auf andere Werbeformen ausweichen. Kleine kulturelle und kreative Akteure können dies nicht.
Ohne digitale Außenwerbung sinkt die Möglichkeit für Start-ups, kulturelle Projekte und soziale Einrichtungen, im öffentlichen Raum sichtbar zu werden. Berlin soll eine offene und kreative Metropole bleiben.
Außenmedien leisten einen Beitrag zur Sicherheit und zur öffentlichen Ordnung
Digitale Screens sind in Warn- und Informationssysteme von Feuerwehr, BKA und Katastrophenschutz integriert. Sie sind von zentraler Bedeutung für die öffentliche Sicherheit und Notfallkommunikation. Die Anlagen erfassen zudem Umweltdaten wie Strahlenbelastung oder Luftqualität.
Hinterleuchtete Plakatflächen in Bushaltestellen dienen oft als einzige Lichtquelle an vielen Orten, erhöhen das Sicherheitsgefühl und senken nachweislich das Risiko für Unfälle.
Ein Verbot legaler Werbung führt zu Wildplakatierungen und das ist es, was die Menschen wirklich stört.
Außenmedien sind effizient und klimaschonend
Digitale Außenwerbung verursacht den geringsten CO₂-Footprint aller Werbemedien. Etwa 3 Gramm CO₂ pro 1.000 Kontakte.
Zum Vergleich: Gedruckte Tageszeitungen verursachen pro 1.000 Kontakte bis zu 10.000 Gramm CO₂. Würde digitale Außenwerbung also in andere Medien verlagert, entstünden 50–100-mal mehr CO₂-Emissionen.
Im Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigeren Medien- und Werbelandschaft kommt der digitalen Außenwerbung daher eine zentrale Rolle zu. Digitale Außenmedien laufen mit Ökostrom und erfüllen alle Vorgaben der Lichtemissionsverordnung. Sie verursachen weniger als 1 % der Stadtbeleuchtung Berlins und bereits heute ist Berlin die dunkelste Hauptstadt Europas. Dies liegt unter anderem daran, dass Berlin mit 3,6 Anlagen pro 1.000 Einwohner die geringste Außenwerbedichte aller deutschen Großstädte aufweist.
Außenmedien gehören zu Berlin
Berlin ist eine strahlende und anziehende Metropole. Wir wollen, dass es so bleibt.




